Transalp Vorbereitung auf der Couch

Coffee & Chainrings meets the alps couch.

Au weia! Teamkollege Tim vergammelt auf der Couch, die Transalp ist wohl abgefahren. Oder ist das nur eine extreme Form des Trainings, seinen Hintern an acht stündige Marathon Etappen im Sattel zu gewöhnen?

Von Leistungfrust zur Leistungslust?

Motiviert war ich bis in die letzte Haarspitze in den vergangenen Monaten seit meiner Operation am Nabelbruch. Vorwärts immer, rückwärts nimmer. So wuchs die Leistung und so schwanden die Kilos.

Ein erster Laktattest im Dezember bestätigte mir dies, meine Maximalleistung war nicht schlechter als im Frühjahr und IANS und Schwellenleistung deutlich verbessert. So durfte es gerne weitergehen. Trainingstechnisch konnte ich das Level mit 60-70 Stunden im Monat halten (Vgl. Trainingsrückblick Januar, Februar), im März mit einem Trainingscamp zu Hause (Bericht folgt) sogar ausbauen.

Nicht ganz ausgeruht war mir vor dem Re-Test am Samstag schon etwas mulmig. Aber eigentlich nur im Hinblick auf meine Abbruchsleistung, weniger auf eine wesentliche Verbesserung an IANS und FTP Schwelle. Es kam aber ganz anders.

imageAm Anfang war noch alles gut. Laktattest in der Praxis am Stadionbad von Stefanie Mollnhauer (Pro-Formance)

Bereits mit dem Start des Tests wollte meine Muskulatur nicht. Ich hatte bereits bei geringer Intensität gravierende Probleme meine normale Trittfrequenz zu halten. Ein Laktattest hat natürlich immer mit quälen zutun aber am Samstag war es besonders schlimm, selten klafften Anstrengung und Leistung soweit auseinander. Continue reading

For the love of mud

Ein Film über Cyclocross von Benedict Campbell.

Das Warten hat ein Ende und Benedict Campbells vierter Film ist verfügbar. For the love of mud bringt den Zuschauer in die Welt des belgischen Volkssports Cyclocross. Woche für Woche säumen Tausende Zuschauer die Sportstätten, um ihre Helden anzufeuern.

Die extremen Wetterbedingungen vom Spätherbst bis in den Tiefen Winter Sorgen für zum Teil grausige Streckenverhältnisse mit meterlangen Schlammlöchern.

Doch die wahren Helden des Sports trotzen diesen Zuständen und bekommen die Anerkennung des Publikums. Eine sehenswerte Dokumentation über eine Sportart, die in Deutschland leider viel zu wenig Beachtung erfährt.

Der Trailer:

Genre: Dokumentation Action + Abenteuer
Dauer: 1 Stunde 28 Minuten

For the love of mud kaufen – Stream/Download bei Vimeo.com für 12,99€
For the love of mud kaufen – Blue Ray bei loveofmud.cc für 17,99£

Klappentext

BY THE PHOTOGRAPHER AND FILM-MAKER BENEDICT CAMPBELL. FOR THE LOVE OF MUD IS A FEATURE-LENGTH DOCUMENTARY ILLUSTRATING THE BEAUTY OF CYCLO-CROSS.

A CURIOUS HYBRID OF WINTER RACING THAT CAME LONG BEFORE THE MOUNTAIN BIKE. IT’S PLAYED OUT IN MUDDY FIELDS AND PRACTICALLY A RELIGION IN BELGIUM.

RAPIDLY EXPANDING IN THE REST OF THE WORLD, THIS FILM
CAPTURES THE TIGHT-KNIT ’CROSS COMMUNITY, FROM SVEN NYS, KATIE COMPTON AND BRITAIN’S OWN HELEN WYMAN.

EXPERIENCE THE ENERGY AND ENTHUSIASM ENJOYED BY THE RIDERS,
FROM THE ROOKIES TO THE ROCK STARS,
AS THEY PARTICIPATE IN THE RENAISSANCE OF THIS SPORT.

Strava My Routes im Test

Seit dem ich meine Trainingsumfänge erhöht habe, musste ich mich auch von einem Teil meiner Hausstrecken verabschieden bzw. diese verlängern. Natürlich hätte ich die Strecken einfach nach Gefühl verlängern können, macht das Training aber nur unnötig komplizierter. Für ein zielgerichtetes Betreiben von Sport im Hinblick einer Leistungsverbesserung im Wettkampf (Friel 2012: 10) ist die Trainingszeit vorgegeben und die Trainingsstrecke an die Vorgaben angepasst. Und hier kommt Strava My Routes ins Spiel.

Der webbasierte Routenersteller (Beta Version) von Strava ist selbsterklärend und nach Anmeldung bei Straka kostenfrei nutzbar. Die mögliche Strecke kann einfach zusammen geklickt werden und man sieht in Echtzeit wie sich die Länge der Strecke verändert, ein Höhenprofil kann ebenfalls angezeigt werden sowie die Strava Segmente in der Nähe und die ungefähr benötigte Zeit für die Strecke.

imageScreenshot: Strava Routenersteller Beta

Soweit so gut. Wie eingangs erwähnt nutze ich seit der diesjährigen Vorbereitugsphase den Routenersteller regelmäßig. Alleine in den vergangenen drei Wochen habe ich sieben verschiedene Strecken abgefahren. Mit dem Routenersteller wird die Planung zum Kinderspiel, durch das Höhenprofi und die Segmente weiß man schon vor dem Training, was auf einem zukommt und fährt weniger ins Blaue. Auf der anderen Seite muss man sich bewusst sein, dass die Planung auch mal schief gehen kann, so landete ich nämlich bei meiner ersten Ausfahrt in die Eifel hinter Nicht in einem nicht asphaltierten Waldstück und musste 120hm auf Schotter bewältigen. Der Fehler lag aber bei mir, denn ich habe den Punkt in den Wald gesetzt und mehrfach ignoriert, dass Strava eigentlich immer wieder die Strecke korrigieren wolle, in dem beim nächsten Point-Click die Strecke eigentlich wieder über den vorletzten Punkt zurück führte.

Features und worauf man achten sollte
Während die Kilometerangaben relativ genau sind, stimmen die Höhenmeterangaben weniger bis gar nicht. Erstaunlicherweise lassen sich aber die Höhenprofile hinterher gut miteinander vergleichen und scheinen übereinzustimmen. Continue reading

Craft BIKE Transalp: Die Idee

Haste nicht Bock auf Transalp? So ähnlich aber in jedem Fall so direkt hatte ich die Frage von Tim in meinem Postfach. Zum ersten Mal 2013 nach meiner geglückten Premiere als Etappenrennfahrer bei der Trans Zollernalb.

Transalp, ich? 600km statt 240km? 20.000 Höhenmeter statt schlappe 5000? Noch längere Anstiege, obwohl ich doch schon im Sauerland meine Probleme habe?

Abgelehnt hatte ich nicht, zugesagt auch nicht. Und 2014 war zu früh, so viel stand fest. Erst sollte mit der BIKE Four Peaks, dem Nachfolger der Trans Germany, ein weiteres Etappenexperiment stattfinden. Immerhin hatte Tim bereits zwei Trans Germany Teilnahmen (2011, 2012) auf seinem Konto und fährt seit jeher Marathon Rennen auf der Langdistanz, während ich gerade die ersten Erfahrungen auf Mittel- und Langdistanz sammelte. Lose behielten wir das Vorhaben im Hinterkopf.

Foto 1-3, Tim bei der Trans Germany 2012. Foto 4, Daniel und Tim bei Rund um Köln 2014.

Tim und ich kennen uns schon einige Jahren über Twitter, nach kurzem Meet&Greet beim Bilstein Marathon 2012 blieben wir lose in Kontakt. Es dauerte aber bis 2014, ehe sich der Kontakt intensivierte und wir mit Rund um Köln und ein paar Touren als Vorbereitung für meine BIKE Four Peaks Fahrt gemeinsam im Sattel saßen. Seit dem zeichnete sich auch immer mehr meine Teilnahme am bekanntesten Etappenrennen in Europa ab.

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