Ronde van Vlaanderen 2014

We did it (again)! Vor rund zwei Wochen fuhren Stefan und ich zum ersten Mal als Team bei der Flandernrundfahrt mit. Einem Tag vor der 98. Auflage des Frühjahrs Klassikers befuhren wir die legendären Passagen wie die Paddestraat oder die giftigen Anstiege Oude Kwaremont und Paterberg.

Für Stefan war es die erste Teilnahme an der Ronde van Vlaanderen, deren Spirit er mit Sichtung der ersten Fahne förmlich aufsog und die Hellingen mit einem breiten Grinsen hinaufflog ohne zu Wissen, was ihn erwarten wird.

Meine zweite Teilnahme bei dem Monument des Radsports begann ebenfalls voller Vorfreude. Kein Start alleine, über zehn Grad wärmere Temperaturen als letztes Jahr, keine Panne auf dem Hinweg und den Pinkstar als Komfort Geheimwaffe.

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Die Ronde van Vlaanderen zeichnete sich wieder einmal durch ihre von vorne bis hinten top organisierte Struktur aus. Von A wie Parkleitsystem bis Z wie gratis Zielfoto gab es keinen grund zum Meckern und das bei einer Veranstaltung mit 16.000 Startern. Es gab keinen Stau bei der Anmeldung, die Verpflegungsstellen glichen einer Partymeile und auf der Strecke hielt sich dre Verkehr in Grenzen, einzig das Nadelöhr Koppenberg musste aufgrund der vielen Fahrer geschoben werden, obwohl diese Steigung nicht nach 10 Kilometern wie im vergangenen Jahr, sondern erst nach der Hälfte der Strecke angefahren wurde. Sehr nett war auch der Service von Shimano, der mir in 12 Minuten meine Schaltung neu eingestellt hat, als sich auf dem Koppenberg meine Kette verklemmte. Gratis erstaunlicherweise. Gratis war auch das ZFinisher Foto auf der Bühne im Zielbereich. Es ist eigentlich gar nicht verständlich, warum es in Deutschland bei RTF/CTF Veranstaltungen mit 15.000 weniger Fahrern mehr Probleme, Stau und Wartezeiten gibt.

Gleiches gilt für die Stimmung. Während man sich in Deutschland ankeift, die Schnellen von den Langsamen geärgert und verflucht werden und andersherum die Schnellen die Langsameren unnötig gefährden, heißt das große Wort in Belgien Rücksicht. Jeder fährt rücksichtsvoll, egal in welchem Tempo. Und kommt es doch mal zu einer Behinderung nehmen das beide Seiten gelassen und ein kurzes Sorry genügt für eine positive Grundstimmung, auch wenn man gerade am Paterberg bei 23% Steigung vom Rad geholt wurde, weil der Schiebende beim Schieben zu erschöpft ist, um seine Spur zu halten. Jeder versucht Verständnis aufzubringen und nimmt Rücksicht. Fair Play eben. Denn im Grunde wird genau das zelebriert, was die Ronde van Vlaanderen sein soll: Ein riesen großer Spaß.

Mit verdammt schmerzhaften Qualen. Es ist ein unbeschreiblicher Schmerz in den Händen und Unterarmen, wenn man das Kopfsteinpflaster mit 30-40kmh herunter fährt. Eigentlich möchte man den lenker gar nicht mehr festhalten, aber desto weniger Kraft man zum festhalten ausübt, desto mehr schmerzt ist. Umso fester man den Lenker hält, desto anstrengender wird es. Ein Teufelskreis. Dazu noch das gelbe Schild mit der Aufschrift 3,2km. Wie soll man das überstehen.

Bergauf ist es nicht weniger anstrengend aber es tut weniger weh; in den Armen. Umso mehr kraft benötigt man in den Beinen, denn irgendwann ist flüssiges treten unmöglich für mich und man schleppt sich mit 50-60 Umdrehungen hinauf wie bei den 400m am Paterberg. Und wenn man dann bei 8kmh mit 16kmh und einer Kadenz um 80 überholt wird, dann kommt blanker Neid auf. Das will ich auch können! Vielleicht auf der xBox oder so.

Stefan zog an den Hellingen immer mächtig an, bereits bei der ersten Steigung machten meine Beine nicht mit. Irgendwie war ich nicht frisch genug und hohe Belastung sollte an dem Tag auch gar nicht gehen. Es fehlte die Quäl dich Mentalität, ich ließ Stefan fahren und fuhr mein Tempo. Als ich nach 2:20 Uhr die Hälfte der Strecke geschafft hatte, war ich zufrieden. Eine zeitliche Verbesserung zum letzten Jahr sollte nun reine Formsache sein aber eine Aussicht auf eine zeit unter fünf Stunden für die 134km lange Strecke setzte neue Motivation frei, die am Ende mit einer Zeit von 4:58h belohnt. Stefan wartete da natürlich schon im Ziel.

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Alone against the Wind statt Saisonstart

Eigentlich wäre es jetzt Zeit über den erfolgten Saisonstart zu berichten und über die Strapazen beim SKS Kellerwald Bike Marathon wie es Jule oder Ralph taten oder – sehr lesenswert – Alexander Rebs.

Nachdem ich in den letzten drei Jahren die Saison in Gilserberg mit dem Kellerwald Bike Marathon startete, entschloss ich mich kurzfristig zu einer Änderung in diesem Jahr. Das 80km Marathon Debüt musste einem weiteren Trainingsblock weichen.

Vor ein paar Wochen konnte ich den Start in die Saison kaum erwarten und jetzt “Hilfe, Saisonstart“. Wehmut packte mich dann am Sonntag Abend als die ersten Fotos im Netz auftauchten.

Dafür sorgte ich zu Hause für gute Trainingsbedingungen. Gegen den Schweinehund und vor allem gegen den Schweinewind ging es in den vergangen drei Tagen. Die Beine fühlten sich dabei recht gut an und so kann ich jetzt ohne schlechtes Gewissen für zwei Tage im Heide Park beruflich Achterbahn fahren.

Und dann geht’s wirklich los mit dem Saisonstart.

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Von Hasenglöckchen und Raps

Der Frühling präsentiert sich in diesem Jahr von seiner schönsten Seite. In kürzester Zeit färbte sich das Land von einem tristen grau in die schönsten Farben! Die Rapsfelder leuchten in gelb, in den Wälder ist es satt grün und hier und da findet man noch wirkliche Highlights in der Fauna der Umgebung.

Während meiner heutigen Trainingseinheit habe ich ein paar Fotos um Hückelhoven geschossen. Die Rapsfelder prägen das Landschaftsbild und sorgen für einen schönen Kontrast im Ackerland der Jülicher Börde.

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Ein richtiger Augenschmaus ist jedoch der Hasenglöckchen Wald. Ein kleines Stück Wald zwischen Baal und Doveren, dass sich nicht nur durch einen schönen Trail auszeichnet, sondern im Frühjahr besonders durch die große Schar an Hasenglöckchen auffällt. Der “Wald der blauen Blumen” ist nicht nur durch das Geo Magazin überregional bekannt.

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We did it (again)

Die Profis starten in einer halben Stunde zur 98. Flandernrundfahrt, wir haben bereits gestern die Kopfsteinpflaster für das Peloton geebnet. Einen ausführlichen Bericht über einen der bekanntesten Radsportklassiker kommt im Laufe der Woche. Vorerst gibt es ein Statement von Stefan, der bei der Ronde van Vlaanderen debütierte:

Ronde van Vlaanderen: 130km Flandrian streets, many of them cobbled, many uphill. Great fun and great atmosphere, though less cobbles would have done, too. (- Stefan)

Vlaanderen

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Trainingsrückblick März

Endspurt in der Vorbereitung auf die neue Saison: 54 Stunden Training, 1062km Radfahren und insgesamt 27 Trainingseinheiten. Kein Grund zur Freude aber ein Schritt in die richtige Richtung.

Die letzten drei Wochen verlief das Training optimal und ich war sehr diszipliniert und für die Schwierigkeiten zu Monatsbeginn habe ich das Beste heraus geholt. Die Formkurve steigt, was auch der Re-Test im März untermauert. Jetzt geht es an den Feinschliff in Punkto Gewicht, hier fehlt die Disziplin…

IMG_4756Optimale Trainingsbedingungen im März. Selten war das Wetter so konstant warm.

Im Mittelpunkt stand das Trainingslager @home und Kraftintervalle auf dem Rad. Bei den meisten Einheiten haben ich mich sehr wohl gefühlt, gerade die längeren Trainings fallen mir leichter als vor einem Jahr.

Im kommenden Monat wird sich aber viel mehr entscheiden, wie ich in die Saison starten werde. Neben den langen RTF-Trainingseinheiten in Oudenaarde (Flandern Rundfahrt) und Lüttich (Lüttich-BAstohne-Lüttich) stehen mit dem Kellerwald Marathon (80km) und Rund um Köln (100km) die ersten Rennen auf dem Programm, die als Vorbereitungsrennen in einen umfassenden Trainingsplan eingebettet sind. So stehen sowohl nach dem Kellerwald Marathon als auch nach Rund um Köln tags darauf Einheiten über vier Stunden auf dem Plan.

Das wird kein Zucker schlecken aber ich bin bereit.

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Chinas Pink Star 1.0

Ausgiebig getestet und für gut befunden! Über 1200km habe ich mein neues Rennrad, Chinas Pink Star, bereits fortbewegt und bin weiterhin hellauf begeistert. Der FM069 Rahmen aus dem Hause Hongfu Bikes klingt unspektakulär. Mit 890 Gramm ist der Rahmen ein Leichtgewicht und darf sich durchaus mit namenhaften Herstellern messen.

Im Vergleich zu meinem Stock Scenario Race ist der Carbon Rahmen natürlich komfortabler und bietet ein angenehmeres Fahrtgefühl, gleichzeitig ist der Rahmen in der Beschleunigung trotzdem agiler. Es macht einfach Spaß mit dem Rad unterwegs zu sein.

Wie beim MAO-TAIN Bike habe ich mich für einen matten UD-Carbon Rahmen entschieden, anders als beim MAO-TAIN Bike habe ich diesmal aber nicht auf schwarze Deals gesetzt, die man leider nicht so gut erkennen kann, sondern auf ein unverwechselbares – leuchtendes – pink. Genauer genommen pinke Sterne, die durch ein pinkes Lenkerband und Schaltzüge ergänzt werden. So verbinden sich die beiden China Importe von Alibaba, denn auf dem MAO-TAIN Bike ziert auch ein pinker Stern das Oberrohr.

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Aufgebaut wurde das Rennrad mit einer Shimano 105 Gruppe, weil ich Pink Star in erster Linie zum Training nutze und außer Rund um Köln keine Rennrad Rennen eingeplant habe. Der Laufradsatz ist von Hand mit Novatec Naben, DT Revolution Speichen und der Mavic CXP33 Felge gespeicht. Das Cockpit besteht aus einem Bontrager XXX Life Vorbau und Lenker, allerdings stört mich diese Kombination aus optischen wie aus fahrerischen Gründen. Mittelfristig werde ich hier einen Kompaktlenker und einen etwas kürzeren Vorbau verwenden, die farblich aber besser zum Rahmen abgestimmt sind. Als Sattelstütze verwende ich wie auch am Cannondale Flash eine KCNC Ti-Lite Stütze, die ist über allen Zweifeln erhaben. Den Tune Komm vor Sattel habe ich derzeit nicht im Einsatz, auf längeren Ausfahrten komme ich mit dem Prolog Nago Evo mit dem CPC System, dass das Rutschen auf dem Sattel verhindert, besser klar. Gesamtgewicht 7,3kg.

Nach zwei Käufen über das Handelsportal Alibaba kann ich insgesamt ein gutes Fazit ziehen und durchaus eine Empfehlung aussprechen. Wenn man seriöse Händler auf Alibaba anschreibt, dann bekommt man recht schnell Antworten auf alle Fragen und in der Regel auch Fotos von den Produkten. Wichtig ist immer der Abgleich, ob das Produkt im Schriftverkehr auch das Produkt ist, was sich vorher ausgesucht hat.

Außerdem empfehle ich den Aufpreis für einen Versand mit DHL zu bezahlen. Dadurch wird das Paket am Flughafen von DHL verzollt und man bezahlt den Zoll an der Haustür und hat nicht die Rennerei mit der Verzollung bzw. die Kosten für die GDSK. Außerdem ist DHL echt schnell, es dauerte keine fünf Werktage von Versand bis Zustellung des Rahmens.

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Let’s get it started: Vlaanderen wir kommen!

Die Saisonvorbereitung ist abgeschlossen. Mit dem Start in den April beginnt für die meisten Radsportler auch endlich die neue Saison und die ersten Rennen. Und wie kann man die Saison schöner eröffnen, als mit einem Monument der Radsport Geschichte? Die Ronde van Vlaanderen.

Wie bereits im vergangenen Jahr gibt es einem Tag vor dem belgischen Ein-Tages Klassiker eine Jedermann Veranstaltung auf dem Original Kurs der Profis mit allen Kopfsteinpflaster (Kasseien) Passagen und den berühmt berüchtigten Hellingen, kurze aber besonders knackige Anstiege. Rund 16.000 Radfahrer werden erwartet, anders als im letzten Jahr bei angenehmen 17 Grad anstelle von 3 Grad, auch der Wind wird auf der 134km langen Runde weniger eine Rolle spielen.

sportograf-35154887bDie Ruhe vor dem Sturm. Am Samstag wollen 16.000 Radsportler Paterberg und Co erklimmen. (c) Sportograf

In diesem Jahr bekomme ich wahrhaftige Unterstützung von Stefan, der letztes har kurzfristig gesundheitsbedingt absagen musste. Gemeinsam kann das Ziel nur heißen schneller als im letzten Jahr zu sein. Mit 6:38h liegt die Messlatte natürlich nicht sehr hoch aber bei 3 Grad und völlig außer Form war letztes Jahr Ankommen das einzige Ziel.

Let’s get it started. Three days to go.

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Trainingslager @home

Im März zieht es bekanntlich viele RadsportlerInnen auf die kanarischen Inseln oder andere wärmere Fleckchen, um sich auf die kommende Saison vorzubereiten. Grundsätzlich eine gute Entscheidung, denn man hat in der Regel sehr gute Trainings Voraussetzungen und kann ordentlich Kilometer fressen wie es zum Beispiel Jule, Coffee & Chainrings Stefan oder Markus von 54elf.de taten.

Da ich aufgrund der Bike Four Peaks und wahrscheinlich der Sparkassen Trans Zollernalb mindestens eine, wahrscheinlich aber zwei Wochen Bikeurlaub nehmen möchte, habe ich mich in der Vorbereitung für ein Trainingslager @home entschieden. Dafür bedarf es aber ein paar wichtiger Dinge, die man berücksichtigen muss.

Wie in einem auswärtigen Trainingslager sollte man auch die Regeneration und das Essen entsprechend dem Vorhaben anpassen, um ein erfolgreiches Training zu absolvieren. Man sollte also versuchen seinen normalen Alltag zu unterbrechen, um sich auf den Spot fokussieren. Ausserdem darf einem das Wetter nicht allzu sehr demotivieren, im März darf man eben keine 20° in Deutschland erwarten.

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18 Stunden Training auf dem Rad sowie zwei Einheiten im Studio sorgten für eine Trainingswoche mit einem Umfang von über 20 Stunden. Dabei kamen zwar nur 380 Kilometer zu Stande, was aber an den vielen Einheiten auf dem Mountainbike lag. Durch den sturmartigen Wind am Wochenende habe ich zwei weitere Stunden liegen gelassen und meine Einheiten Samstags und Sonntags jeweils um eine Stunde gekürzt. Am Dienstag nutzte ich die nahe liegende Eifel, um ein Bergtraining zu absolvieren.

Zwischen dem Kraft-Training und den lockeren Radeinheiten am Montag und Donnerstag nachmittag legte ich die Beine auf der Couch schön hoch. Ebenso legte ich nach dem Bergtraining am Dienstag und den Fahrtspielen am Mittwoch und Sonntag längere Ruhepausen ein. Auf dem Nahrungsplan standen viele Gerichte mit frischem Gemüse und Hirse. Morgens gab es Haferflocken mit frischem Obst und nach dem Training auch mal die ein oder andere Köstlichkeit wie zum Beispiel vegane Donauwelle oder vegane Mohn- und Apfelschnecken.

Insgesamt bin ich mit dem Trainingslager @home sehr zufrieden und stellt für mich eine akzeptable Alternative zu den Flugreisen dar. Ich konnte mich in der Woche prima auf den Sport fokussieren und war nur selten durch andere Dinge abgelenkt. Zudem haben wir natürlich in diesem Winter und Frühjahr durch das milde Klima ziemlich gute Vorraussetzungen zum trainieren, wenn man von dem teils sehr kräftigen Wind absieht. Und hier ist dann der kleine Nachteil im Vergleich zum Trainingslager auf den Kanaren: Es fehlen die neuen optischen Eindrücke der Landschaft, die einen auch bei schlechterem Wetter motivieren oder diverse Trainingspartner, die gegen den Wind mitleiden.

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Garmin Edge 810

Im Mai hatte sich -pünktlich zu meinem Elsass-Urlaub- der Garmin Edge 800 verabschiedet. Nachdem er bereits schon einmal wegen einer defekten USB-Buchse getauscht wurde (unkompliziert binnen drei Tagen), hatte sich jetzt das Betriebssystem so nachhaltig weg gehangen, das der Garmin Edge 800 nicht mich hoch fuhr. Alle Resetversuche blieben ergebnislos. Das passierte eben auf der letzten Probefahrt vor dem Urlaub. Und weil es vor dem Urlaub ja nicht stressig genug ist, fuhr ich noch wacker bei STEC-Sports vorbei um Ersatz zu beschaffen. Der Garmin 800 war nicht mehr auf Lager, so das ich mir einen 810er gönnen musste.

Gastbeitrag von © FREISTAAT Markus

Im Vorfeld hatte ich mir natürlich schon mal den Garmin Edge 810 angesehen, aber erstens hatte ich ja den Garmin Edge 800 und zweitens gab es am Garmin Edge 810 nichts, was mich ansprechen wollte. Der ganze Social-Media-in-Echtzeit-Kram ist in meinen Augen eh für den Fuß und frisst nur zusätzlich Akku, sowohl beim Garmin Gerät selbst als auch beim iPhone.

Gewünscht hätte ich mir eine längere Akkulaufzeit, einen schnelleren Prozessor, ein besseres Display und ggf. eine verbesserte Menuführung. Ok, gibt’s jetzt nun mal nicht. Zum Einrichten hatte ich aus besagten Gründen ja nicht viel Zeit. Die Menuführung des Garmin Edge 810 ist in meinen Augen noch etwas schlechter als beim Garmin Edge 800 und die war schon nicht so toll. Mit Hilfe des Handbuches gelang es dann einigermaßen schmerzfrei die Grundeinstellungen und Datenfenster ein zu richten.

Schön ist das man jetzt 5 Fahrräder namentlich mit entsprechenden Datenfeldern vor definieren kann. Ansonsten gibt’s keine signifikanten Neuerrungen. Ok, der Garmin Edge 810 kann jetzt Bluetooth, um mit dem Mobiltelefon sein Ding zu machen und man kann seine Daten jetzt kabellos zum Rechner übertragen. Einen besonderen Mehrwert sehe ich darin nicht, schließlich muss der Garmin Edge 810 für den Strom eh irgendwo an geklemmt werden, dabei kann ich dann auch die Daten rüber schieben.

Der Pulsgurt ist der gleiche wie beim Garmin Edge 800; warum auch nicht? Den finde ich eigentlich ganz gut. Dass die Halterung die gleiche geblieben ist, ist auch sehr löblich.

Im Juni ließ ich mich dann das erste Mal navigieren, es war einen Strecke von 70km. Einstellung war auf asphaltierte Strecke gesetzt und los ging´s. Nach 50km dann ein Freeze, den ich erst bemerkte als ich mit dem Rennrad mitten im Wald auf eindeutig unbefestigten Wegen stand. Kann ja mal vorkommen und ich hätte ja auch selber besser aufpassen können. Danach brauchte der Garmin Edge 800 aber sage und schreibe 12 Minuten, um wieder GPS Empfang zu haben. Mittlerweile war ich auch wieder aus dem Wald raus und freier wird der Blick zum Satelliten nicht mehr. 10 Minuten später schaltete er sich dann komplett und ohne Vorwarnung einfach ganz aus. Nach dem wiederholten Anschalten verlief der Rest der Strecke dann ohne Probleme. Das war schon ärgerlich aber die reine Navigation-Funktion nutze ich fast nie. Schon der Garmin Edge 800 mochte es ja nicht so gerne, wenn er sagen musste wo es lang geht, wenn es mehr als 50km waren.

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Formcheck beim Laktat Re-Test

Am vergangenen Wochenende (14.03) kam meine Trainerin Stefanie Mollnhauer für einen Test Marathon nach Düsseldorf. Nach diversen Lauftests am Rhein Energie Stadion trafen sich die Radsportler nachmittags in einem gemütlichen Tennisclub in Düsseldorf Flingern zum Parallelschwitzen.

Gleich zwei Athleten nebeneinander betreue Steffi, während der Tests. Ich hatte das Glück, dass ich mit Stefan von Nutrixxion 4 Fun die Termine tauschen konnte und so im ersten Block starten durfte, um mir hinterher dann die Niederlage des BVB gegen Gladbach anzusehen…

laktat-retestDas Warten auf die Schmerzen. Vielen Dank an Stefan Meiners für das Foto.

Der Test verlief wie ein Test verläuft. Erst kommt durch das monotone Herumpedalieren Langeweile auf, dann wird herum gewitzelt. Irgendwann ist dann Schluss mit Witze und jeder Pikser ins Ohr verschlimmert die Tortour und kurz vor einem körperlichen Zusammenbruch wird dann wieder runter geschaltet, kräftig durchgeatmet, um dann wieder Witze zu machen und die letzten Minuten schlussendlich mit Langeweile zu verbringen.

Interessant ist dann die Auswertung, die dann zwei Tage später von Pro Formance ins Haus flattert. Quasi gleichbedeutend mit der Zeugnisausgabe in der Schule. Man arbeitet daraufhin aber wenn es so weit ist, dann möchte man trotzdem nicht darauf sehen.

Ohne euch all zu sehr mit Zahlen zu langweilen. Das Wintertraining war gut und ich habe mich in allen Bereichen verbessert, wenn auch in der absoluten Spitze nur marginal. Dafür haben zum ersten Mal die Beine für einen Testabbruch gesorgt und nicht die Atmung, die bei 186bpm noch Potential für fünf Schläge gehabt hätte aber irgendwann konnte ich eben nicht einmal mehr die minimalen 65 Umdrehungen pro Minute treten.

Wo wir auch beim Fazit wären: Ich brauch mehr Kraft bei weniger Gewicht. Aber wer nicht?

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