Neulich. Irgendwo zwischen Jülich und Elsdorf: Schrecklich schön. Ein Artikel zum Spot folgt am Wochenende.

Neulich. Irgendwo zwischen Jülich und Elsdorf: Schrecklich schön. Ein Artikel zum Spot folgt am Wochenende.

Eigentlich wollte ich mich darüber aufregen, dass ich Mitte Mai noch in Herbstklamotten trainieren muss. Um 8.30 Uhr brauchte ich heute obenherum ein kurzes Winterunterhemd, angerautes Langarmtrikot und Windjacke. Unterm Helm wieder eine dünne Mütze. An den Beinen kam ich ohne lange Hose auch nicht aus. Die Überschuhe sollte ich während des Trainings schmerzlich vermissen. Neben dem kalten Wind machte vor allem der kalte Wind das Training zu einer Geduldsprobe. An zwischenzeitliche Hagelschauer ist man ja leider schon gewöhnt. Soweit, so normal für den Mai.
Heute gab es dann ein weiteres I-Tüpfelchen. Beim Fahrtspiel am Ende des Trainings im Gelände bei Doverhan folgte nach drei Stufen eine rechts-links Kurven Kombination, in der sich irgendwo unter Gras eine Wurzel befindet. Und zack und kra-wems und übern Lenker, abgerollt und unsanft gelandet.
Der erste Blick galt wie immer dem Rad, im nach hinein immer wieder belustigend dieser Reflex. Hier scheint auf dem ersten Blick und den nachfolgenden 10km heimwärts erst einmal nichts passiert zu sein. Mir selbst tat das Knie weh, die Hände und die Füße. Diese waren zum Zeitpunkt des Sturz sehr empfindlich, weil völlig ausgekühlt durch den kalten Wind und nassen Regen. Eine genauere Inspektion erfolgte zu Hause: Linkes Knie dick und pocht. Linker Oberschenkel sieht nicht ganz so aus wie dem Cavendish seiner. Aber so ähnlich.
Für einen pannen– und sturzfreien Sommer. JETZT!
Das 7. Solinger Mountainbike Rennen empfand nicht nur ich als Spektakel, sondern auch viele weitere Mitstreiter des Rennens. Besonders hervorgehoben haben sich die Berichte zweier Teamkollegen mit den gleichen Vornamen Markus. Der eine wird mit mir wieder beim Heavy24 in Chemnitz teilnehmen, der andere ist ein mittlerweile langjähriger Weggefährte.
Nicht nur sein Rad sondern auch seine Tastatur beherrscht Reverend Markus, der sich schon vier Wochen vor unserem gemeinsamen Start beim 24h Rennen „Heavy 24″ Chemnitz in Bestform präsentierte. Und nebenbei bemerkt uns allen davon gefahren ist. Markus erklärt in seinem Bericht der ahnungslose MTB-Gemeinde u.a., was es mit dem neuen „Suprise start“ der UCI auf sich hat. Weltweit erstmals erprobt und für nicht gut befunden beim Solinger Mountainbike Rennen!
Laktatexpress: Respekt, Alter! — XCO in Solingen am 13. Mai 2012Ein bisschen leid taten mir die wenigen Fahrer, die den Trend zu wendigen 26-Zoll-Laufrädern verschlafen haben und immer noch sperrige 29-Zoll-Walzen in die Kurven zwingen mussten. Reverend Markus B.
Auch Teamkollege Markus S. vom RSC Niederrhein ließ das Rennen aus seiner Sicht Revue passieren und stellt dabei u.a. fest, dass er selbst steilste Rampen trotz Renntempo im Kompensationsbereich fahren kann. Seinem Garmin sei Dank. Sein Rennen war zudem alles andere als ereignislos, wie er in seiner kleinen Rundenauswertung aufklärt.
RSC Niederrhein: NRW Cup #1In Runde 4 überholt mich in der Abfahrt vor dem Lehmberg ein Kollege mit beeindruckender Geschwindigkeit und ich überlege kurz ob ich bergab zu verhalten fahre,aber nur so lange bis er in der Rechtskurve einschlägt. Passiert ist aber nicht ernsthaftest. Markus S.
Besten Dank für die kurzweilige Unterhaltung euch Zwei!
Spektakel in Solingen. Beim 7. Solinger Mountainbike Rennen kamen Mountainbiker richtig auf ihre Kosten. Steile Rampen, 40cm Drop, Steilkanten, Pumptrack und das alles auf ca. 3000m Rennstrecke. Diese wurde dementsprechend häufig umrundet, bis zu 13 Mal im neuen Cross Country Modus für Hobby Fahrer über 88 Minuten. Ich selbst bin mit 10 Runden und Platz 19 eher unzufrieden heim gefahren.
Der R&S Mountainbike-Racing Cup ist ein wirkliches Highlight. Rund um den Halfeshof sorgte eine Expo-Area und viele Zuschauer für eine nette Atmosphäre rund um die Strecke. Vom zentralen Startplatz war man fußläufig in 5-10min an allen wesentlichen Punkten der Strecke, u.a. ein Grund für viele Zuschauer am Streckenrand. Diese bekamen durch die Strecke im internationalen anerkannten E1-E2 Format auch viel geboten. Mehrere Steilabfahrten mit und ohne Kante, zwei Pumptracks, einen 40cm Drop und eine lehmige Rampe mit über 20% Steigung. 3000m, 75hm und Rundenzeiten unter 10 Minuten.
Nach einem eher unorthodoxen Start mit großer Verzögerung, weil der Veranstalter den vollen Startblock dann doch noch einmal auflösen musste für eine Startaufstellung nach Altersklassen. Während die Senioren 2 Fahrer noch aufgerufen wurden, entschied man vorne aber schon das Rennen zu starten. Fair ist anders. Dementsprechend viel Verkehr war in den ersten Runden auf der Strecke bis sich die rund 200 Fahrer verteilten. Aufgrund der wenigen Überholmöglichkeiten ging es für mich anfangs auch wenig nach vorne. Auf Rang 23 liegend kam ich dann aber etwas besser ins Rennen und konnte mich bis zur Rennhälfte auf 19. vorarbeiten.
Der Kurs war eigentlich genau für mich. Technisch anspruchsvoll mit einer langen Steigung und einer heftigen Rampe. Aber richtig warm wurde ich nicht mit der Strecke. Auf den Abfahrten fehlte mir deutlich die Geschwindigkeit, auf dem Asphaltanstieg letztendlich der Druck auf dem Pedal. So blieb es auch beim 19. Rang und dem Wissen, dass mit einem besseren Tag bestimmt 4–5 Positionen weiter vorne möglich gewesen wären. Schlussendlich merkt man aber auch nach vier Rennwochen die Anstrengung in den Beinen.
Mit dem R&S Mountainbike-Racing Cup in Solingen startet morgen auch der HolzLand Wischmann NRW-Cup 2012 bzw. der SKS-Fun Cup in die Saison.
Während für die Lizenz Mountainbiker alles beim Alten bleibt und der Cup als Cross-Country Rennen ausgetragen wird, musste aufgrund der zweifelhaften BDR Wettkampfbestimmungen der Modus für die Hobby Fahrer geändert werden. Der SKS-Fun Cup wird in dieser Saison aus 88min Rennen bestehen mit einer — im Vergleich zum Lizenz Rennen — entschärften oder verkürzten Strecke. Neben dem R%S Mountainbike-Racing Cup wird es vier weitere Rennen geben. Vier der fünf Rennen gehen in die Gesamtwertung des SKS-Fun Cups ein.
In Solingen erwartet uns eine ca. 3km lange Strecke mit 110hm, die wir 88 Minuten umrunden werden. Technisch bietet die Strecke neben steilen Uphills, wovon einer derzeit nicht befahrbar sein soll, einen 40cm Drop und schöne Trails. Cross Country gehört nicht zu meinen Stäken, außerdem ist der Cup für mich als intensives Training gedacht. Mein Ziel kann also nur lauten den Abstand auf Neu-Teamkollege Philipp und Alexander (Renn)Maus gering zu halten und in meiner Altersklasse nicht ganz abgehangen zu werden.
Impressionen von unterwegs. Schönes Panorama beim SKS Bike Marathon in Sundern.

Zugegeben, des Öfteren landet doch eine MountainBike oder eine BIKE, manchmal auch eine RoadBike in meinen Händen. Und immer wieder lese ich die gleichen Marken in den Testberichten. CUBE Bikes ist eine davon, die mich seit Beginn meiner Faszination für den Mountainbike Sport begleitet. In jedem Testbericht vorne mit dabei.

Cube wurde 1993 von dem damaligen Studenten Marcus Pürner gegründet. Seit dem geht es für CUBE Bikes steil bergauf, aus 50m² Produktionsfläche wurden 20.000m² in eigenen Hallen. CUBE Bikes verkauft mittlerweile in 33 europäische Länder und gehört damit zweifelsfrei zu den großen, etablierten Marken.
Bei BikeUnit, dem Bike Online Shop, gibt es eine schöne Auswahl an CUBE Fahrrädern. BikeUnit deckt zudem ein breites Spektrum an Bekleidung und Ersatzteilen für den Freeride und Downhill Bereich ab. Bei BikeUnit wird Kundenservice groß geschrieben, denn jeder Kunde hat ein 100 Tage Rückgaberecht. Außerdem kann der Kunde per Rechnung bezahlen und den Versand spart man ab 100€ ebenfalls.
Mich reizt besonders das CUBE Fritz SL für die kleine Feierabendrunde oder einfach mal zum Laufen lassen. Ein Rad was sich bergab zu Hause fühlt aber trotzdem die Berge halbwegs zufriedenstellend hinauf klettern kann. Die Farbgebung ist der absolute Hammer. Bei CUBE Bikes stimmt zudem, meiner Meinung nach, stets das Preisleistungsverhältnis. Es wird kein Ramsch verkauft, sondern eine solide Austattung zu einem akzeptablen Preis. Ein Radmarke für die breite Masse, ob Anfänger oder Fortgeschrittener. CUBE Bikes gibt es sowohl für den Tourenbreich, als auch für den Cross Country Wettbewerb.
Drittes Rennen in diesem Jahr, die dritte Schlammschlacht. Auch beim 9. SKS Bilstein Bike Marathon sollte Schlamm und Matsche wieder zentraler Bestandteil der Strecke sein. Auf der Kurzdistanz über 26km kam ich nach 1:22h als 40. von über 175 ins Ziel, in meiner Alterklasse verpasste ich als 12. wieder knapp die Top10. Im MTB-Nordhessen-Cup klettere ich damit auf Platz 18 der Gesamtwertung.
Sonntag morgen, Nieselregen, sechs Grad. Denkbar ungünstige Voraussetzungen, um von Göttingen nach Großalmerode zu reisen und zwei Stunden später beim 9. SKS Bilstein Bike Marathon zu starten. Am Startort, einen abgelegenen Sportplatz hinter der Ortsausfahrt von Großalmerode, trafen sich dann doch 498 Mountainbiker. Beim zweiten Lauf des MTB-Nordhessen-Cups gab es erneut drei Streckenlängen (26, 53, 106km), ich war aufgrund der Gesamtwertung an die Kurzstrecke gebunden. 26km, 650hm und ein Profil, was einen kurzen aber heftigen Anstieg zu Beginn des Rennens und einen langen, stetigen Anstieg hinauf zum Bilstein im letzten Drittel des Rennes aufzeigt. Schlammschlacht, war aufgrund der Hinfahrt nach Göttingen am Samstag vorprogrammiert. Ich hatte bisher noch nie bei einer Autofahrt drei Stunden lang den Scheibenwischer auf der höchsten Stufe gestellt. Nonstop.
Bei den äußerlichen Bedingungen war ich froh um meine Rolle, um die Muskulatur im Vorfeld aufzuwärmen. Gerade auf der kurzen Distanz habe ich einen mörderisches Tempo vom Start weg erwartet, was dem Aufwärmen zusätzliche Bedeutung zukommen ließ. Den Sommer herausfordernd sollte es dann wenig später auch in kurz/kurz auf die Strecke gehen. Arschkalt, aber nicht verkehrt.
Der Startschuss folgte und das über 175 Fahrer große Feld sprintete aus dem Sportplatz hinaus über den Parkplatz ins Gelände. Unter den ersten 30 gestartet kam ich gut ins Gelände. Im ersten Anstieg, direkt steil und rutschig, wurde ich aber bis auf Position 50 durchgereicht. 3,5km mehr oder minder steil bergauf, später mit Trails jenseits der 20% Steigung war nichts für mich zu Rennebeginn. Unglücklicherweise habe ich auch direkt am Anfang meine Flasche verloren, was sich auf meine Leistung am Anfang nicht positiver auswirkte.
Seltenes Video von Jan Ullrichs Zeitfahr-WM-Sieg 1999 im italienischen Treviso mit Originalkommentar Klaus Angermann und Tony Rominger.
Wunderbare Bilder vom packenden Zeitfahr-Rennen über 51km. Ein echter Hingucker ist auch das Zeitfahr-Rad von Jan Ullrich, eine extra Anfertigung aus der ehemaligen DDR. Wie man während des Videos erfährt. :-)
Heute morgen habe ich kurz die erste Saisonhälfte fertig geplant. Die Beine sind noch zu müde zum trainieren. Sonntag wartet noch der Auftakt zum SKS NRW Cup in Solingen und danach ist erst einmal vier Wochen Rennpause bis zum 3. Rursee Marathon, der das Finale der ersten Saisonhälfte einläutet. Im Wochentakt folgen dann das Heavy24 Mountainbike Rennen in Chemnitz und das Ruhrbike Festival in Wetter. Danach ist schon Sommerpause, bis dahin aber nicht nur ein langer, sondern auch qualvoller Weg.
Die Übersicht ist nach wie vor hier: 2012