Platz 5 beim 3. MTB-Marathon am Rursee

Es geht wieder los. Nach vier Wochen Rennpause war der 3. MTB-Marathon am Rursee die generalprobe vor dem 24 Stunden Mountainbike Rennen in Chemnitz am kommenden Wochenende. Das Material hat erstaunlich gut gehalten und mit dem 5. Platz (Senioren 1 / 23 Overall von über 100 Startern) bin ich höchst zufrieden.

Der 36,5km lange Rundkurs mit 800 Höhenmeter war gespickt von zahlreichen Rampen, wie man sie in de Eifel kennt. Bergab gab es einen etwas anspruchsvolleren Trail mit Steinbrocken und Bachdurchfahrt, größtenteils konnte man aber auf schmalen Weg sehr zügig laufen lassen.

Vom Start weg war das Tempo bis zum ersten Anstieg ziemlich hoch. Auf dem schmalen, apshaltierten Radweg fuhr ich auf Sicherheit, um in der hektischen Anfangsphase nicht zu stürzen. In der ersten Verfolgungsgruppe ging es in den ersten von drei nennenswerten Anstiegen. Ein Blick zurück gab mir einen schönen Schub, denn hinter mir war der Großteil des gesamten Feldes von über 100 Startern. In der ersten Abfahrt offenbarten sich, wie schon häufiger in der bisherigen Saison, nicht gekannte Schwächen im Abfahren. Verhalten und eher auf der Bremse als Vollgas ging es hinunter. Dabei fühlte sich der Michelin Wild Race’R Ultimate richtig gut an. Er gab ausreichend Grip und war stets vorwärts orientiert.

Nach der Abfahrt liefen wir bereits auf die Mitteldistanz auf, die wir schnell hinter uns ließen. Die kleinen Rampen drückte ich immer wieder in großer Übersetzung hinauf, in den folgenden Downhills wurde ich immer sicherer. Den zweiten Berg konnte mit gleichmäßiger Trittfrequenz hinauf kurbeln. Im Downhill kam mir dann das Frankreich Training zu Gute, denn hier warteten einige Steinsbrocken, mehrere Ministufen und eine Bachdurchfahrt. Insgesamt zeigte sich das Mittelstück des Marathons technisch anspruchsvoller!

Nach kurzer Erholungspause ging es direkt in den letzten Anstieg, der am Anfang richtig steil und wurzelig war. Doch die Angst vor einem druchdehenden Michelin Wild race’R war unbegründet, der Michelin biss sich fest und kletterte nach oben. Im weiteren Verlauf wurd es flacher und ich habe Anschluss an die Verfolgergruppe vom Rennstart eingeholt und bis mich in der Gruppe fest. Erste Ausreißversuche wurden von den Mitstreitern immer wieder unterbunden. In der Abfahrt fiel die Gruppe auseinander, jedoch nie außerhalb meines Sichtbereichs.

Auf den letzten fünf Kilometern war dann Willenskraft angesagt: Ein flacher Asphaltradweg rund um den Rursee sorgte für Einzelzeitfahrstimmung im Finale. So fühlte ich mich auch. Mit durchgängigen Puls über 180 und nicht langsamer als 35km/h konnte ich die ganze Gruppe überfahren und am Ende im Zielsprint zwei Senioren Mitstreiter auf die Plätze verweisen. Herrlich!

Insgesamt hat mir der 3. MTB-Marathon am Rursee mit über 500 Teilnehmern, einer vorbildlichen Organisation und Präsentation sowie wirklich schöner Streckenführung sehr gut gefallen. Das Event für Hobbysportler im kleinen Einruhr wächst und entwickelt sich in die richtige Richtung!

6 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Kling super Daniel! Spitze gemacht! So kann es weitergehen! :-) Den richtigen Reifen scheinst du ja nun auch für dich gefunden zu haben! :-)

    • Danke Jule und Markus.
      Man muss ja seine Defizite irgendwie kompensieren ;-) Aber vielleicht kommt die Form ja doch von den vielen Höhenmetern in Frankreich und der Eifel, insgesamt hat das Training im Mai und Juni gut geklappt. Uta hat also auch einen Anteil!

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