In Hessen gibt es Bestrebungen das Waldgesetz zu verändern, um zukünftig — nicht nur aber vor allem — Mountainbikern das Ausüben ihrer Sportart stark einzuschränken. Aber auch für Walker, Jogger, Tourenfahrer, Spaziergänger, Hundebesitzer kann dieser Gesetzesentwurtf fatale Folgen haben. Vielleicht gehört die freie Waldnutzung bald zu einem Relikt der Geschichte und wird für unsere Jugend undenkbar. Dem darf nicht so, deswegen unterstützt die Deutsche Initiative Mountainbike (DIMB) mit ihrer Petition gegen den Gesetzentwurf!
Was sich ändern soll
Der Gesetzentwurf sieht vor, dass man mit einem Fahrrad nicht mehr jeden Weg im Wald befahren darf. Radfahrer sollen nur noch feste Wege befahren dürfen, die ganzjährig mit zweispurigen, nicht geländegängigen Fahrzeugen befahrbar sind. Somit fallen ein Großteil der Wege im Wald weg. Zudem gehören gerade Trails und schmalge Wege, natürliche Hindernisse zu unserer Sportart dazu und sind zudem überhaupt nicht naturschädlich.
Desweiteren sollen Waldbesitzer Gruppen grundlos aus dem Wald verweisen können. Zudem soll das Betretungsrecht für Gruppen aufgehoben und genehmigungspflichtig werden.
Bußgelder bis zu 100.000€ für Verstöße gegen das Betretungsrecht machen deutlich, dass mit diesem Gesetzentwurf Mountainbiker kriminalisiert werden sollen. Zum Vergleich: Rückwärtswenden auf der Autobahn wird mit 200€ geahndet, während künftig Gruppen, die sich im Wald nicht auf ganzjährig mit zweispurigen fahrzeugen befahrbarenen Wegen, zur Zahlung von mehreren Tausend Euro verurteilt werden können.
Argumente gegen den Gesetzentwurf
Die Sportausübung ist gem. Art. 62a der Hessischen Verfassung ein Grundrecht, das nicht mit einem neuen Landeswaldgesetz im Handstreich mal eben derart extrem eingeschränkt werden kann. Außerdem ist Mountainbiken eine anerkannte Natursportart mit einer hervorragenden Umweltbilanz und die Sportler haben es nicht verdient, als Waldnutzer „dritter Klasse“ behandelt zu werden.
Wegesbreitenregelungen wie die hier vorgesehene, schüren erfahrungsgemäß erst die Konflikte, statt für ein vernünftiges Miteinander zu sorgen. Biken würde in Hessen zum Spießrutenlauf auf allen Wegen. Die Biker werden damit genau auf die Wege gelenkt, die ohnehin schon stärker frequentiert sind und auf denen schneller gefahren wird. Dort ist auch heute bereits die Unfall– und Konfliktquote höher als auf schmaleren Wegen. (Vgl. DIMB)
Heute die Mountainbiker, morgen die Hundebesitzer und schon bald kommt man ohne Eintritt gar nicht mehr in den Wald. Das darf nicht unsere Zukunft sein! Open Trails in Hessen und überall.
Zum Handeln:
→ Petition: Open Trails Hessen — Mountainbiker gegen ein Bikeverbot in Hessens Wäldern
Zum Lesen:
→ Open Trails Hessen (DIMB e.V.)
→ Online-Petition :: OPEN TRAILS HESSEN (Jule radelt)

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Wirklich großer mist mit dem Verbot und dem Gesetzesentwurf. Hoffentlich bringt die Petition etwas.
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