SKS-Fun Cup #3 beim Grafschafter MTB Tag

Der dritte Wertungslauf zum SKS-Fun Cup beim Grafschafter MTB Tag war trotz eines sechsten Platz bei den Sen.1 und 175 Cuppunkte ein Desaster! „Zu steil, zu viele Höhenmeter und zu anstrengend“ — damit könnte ich leben. Aber am Sonntag habe ich viel zu viel Zeit in den technischen Passagen liegen gelassen. Desaströs!

Die Mountainbike Strecke in Grafschaft kennt eigentlich nur bergauf. Vom Start weg uieht sich die Strecke erst leicht dann kräftig ansteigend zum höchsten Punkt der Strecke, eine schöne Slalom-Wurzelpassage mit anschließender Wiesenabfahrt folgte, ehe es mäßig ansteigend in den zweiten Uphill ging. Erneut eine Wiesenabfahrt mit Schikane in der Mitte (damit wir am unteren Ende nicht mit über 70kmh in die Linkskurve knallen), eine künstliche Brücke und der dritte Uphill mit weit über 20% und steinig, wiesigen Geläuf. Abartig. Downhill und der eigentlich vierte Anstieg, der aber nach der Zieldurchfahrt direkt zum ersten Anstieg wird. Es geht also fast ausschließlich bergauf. Irgendwie. 4,4km und 175 Höhenmeter und es sage mir noch einer die Strecke in Wetter sei Leiden pur.

Veloblog / Cross Country: Große Leiden trotz schöner Aussicht

Schon beim Strecke besichtigen um 9.30 Uhr bekam ich einen Würgereiz in den Anstiegen. Lustlos und demotiviert fand ich mich dann beim Warmfahren im Kreisel auf dem Sportplatz wieder und fragte mich, was ich hier überhaupt mache. Keine fünf Stunden geschlafen und die noch eher schlecht als recht. Drei Stunden Anreise für eine Strecke, die mir nicht mal ansatzweise liegt. Zu allem Überfluss wurd ich dann noch in die erste Reihe der Startaufstellung gerufen.

Vor dem Startschuss, der mal wieder nicht mit der Pistole durchgeführt wurde (weil kaputt), kam dann aber doch die Motivation zurück und im Sprint ging es in den ersten Anstieg. Am Ende des vorderen Drittels kam ich dann in die Technikzone und anstatt — wie erwartet — nun die Lücke zuzufahren und mit ordentlich Tempo in den zweiten Anstieg zu kommen, musste ich mir wirklich eine mangelhafte Fahrtetchnik an dem heutigem Tag nachsagen. Diese Saison scheint es wirklich häufig an einer mentalen Bremse zu liegen, dass ich meine Verbesserung am Berg in der Abfahrt wieder wett mache. Daran muss und werde ich für die zweite Saisonhälfte arbeiten müssen.

Bergauf ging es einigermaßen, aber in den Abfahrten habe ich immer wieder Zeit verloren. Mit Magenkrämpfen — wegen der Überanstrengung — ging es dann zumindest in einem Rhytmus über die Strecke. Irgendwo zwischen mehr schlecht als recht. Die Uphills waren aber auch sowas von Kräfte zehrend, das ging wirklich gar nicht. Die Aussage Platz 6 nach vier Runden durch den Streckensprecher sorgte dann dafür, das sich in der letzten Runde noch einmal einen kleinen Zahn zulegen konnte um diesen Platz auch am Ende behaupten zu können. (Ergebnisliste). Beim SKS-Fun Cup klettere ich damit — trotz bereits vorhandenem Streichergebnis — auf Platz 7 vor.

Nach fünf Runden, 22,5km und über 850 Höhenmetern war das Leiden dann endlich vorbei. Und jetzt heißt es wohl verdient U R L A U B.

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